(Für Carmen," weil ich selber Möpse so gern habe" von Susanne)
Frühjahr, Sommer 2002
Gedichtet und verfasst von Susanne Gratz
Luzy, Mops und Co
"Die Mopsbande"
Meine Schwester Carmen,
hatte schon immer für Hunde erbarmen.
Alle, die zu ihr kommen sollten, waren welche, die andere nicht wollten.
Jetzt will ich mal erzählen
und fange mit dem Berry an,
denn das ist die Zeit,
wo Carmens und auch meine Liebe
zu den Möpsen begann.
1.Kapitel
Wie alles begann
- Berry-
Berry war ein Mischlingshund,
schon etwas älter, noch
kerngesund.
Und eines Tages, es ging ganz
schnell,
da strich ihm Carmen übers Fell.
Sie sagte: " Es gibt da einen kleinen
Mops,
den will niemand haben.
Was meinst du, sollen wir es
wagen? "
Berry dachte so bei sich,
ne neue Freundin, wieso denn
nich?
Dann wedelte sein Schwanz noch
doller,
wäre dann nicht der Napf noch
voller?
Und so fing eigentlich alles an,
so begann der Mopswahn!!
2.Kapitel
- der erste Mops-
Luzy ist ihr Name
-eine hübsche, schwarze
Mopsdame.
Als sie kam, war sie noch klein
sie war fast noch ein Kind.
Gerade mal ein Jahr
ein richtiger Wirbelwind.
Sie hatte schon zwei Menschen
gehabt,
hat alles versucht
- es hat nicht geklappt.
Doch bei Carmen konnte sie bleiben,
sogar der alte Berry mochte sie leiden!
Luzy hat ihn noch mal fit gemacht
und ein paar Flausen beigebracht.
Doch irgendwann wurde das mit den
Flausen zuviel,
Luzy machte einfach nur das was sie
will.
Hat alles auf den Kopf gestellt
und so manches Auto verbellt,
schnell wird jemand angesprungen,
was gefundenes verschlungen.
Bis Carmen sagte zu ihr "Mein
Schatz,
da hilft nur noch der Hundeplatz!"
Und seit sie auf den Hundeplatz geht
weiß sie, dass man nicht einfach
losfegt.
Man muss auch mal bei Frauchen
bleiben
und sich bei "Fuß" die Zeit vertreiben.
Zuerst haben die großen Hunde auf
dem Platz ja gegafft,
aber Luzy hat die Prüfung schnell
geschafft.
Wir alle sind auf den Mops sehr stolz,
doch ab und zu denkt Luzy - was
solls?
Denn manchmal ist sie ganz versessen
bellt, springt einfach alles an,
dann hat sie wohl ganz vergessen,
was sie eigentlich schon kann.
Jetzt ist Luzy neun Jahre, doch noch
lange kein alter Hund
-dafür gibts noch keinen Grund.
Sie kann hüpfen und springen und
tobt auch mal rum,
aber am schönsten ist ein warmer
Platz an der Heizung!
Dabei sitz sie am liebsten auf einem
Stuhl droben
und beguckt sich das Geschehen von
oben.
Doch sieht sie etwas, das nicht sein
soll,
rennt sie plötzlich los und bellt ganz
doll.
Nur beim Spazierengehen ist sie heute
nicht mehr so schnell,
hat in manchen Sachen jetzt ein
dickes Fell.
"Geht schon mal los, macht euch
keine Sorgen,
komm ich heut nicht, komm ich
morgen!"
3.Kapitel
Ein Gefährte für Luzy-
Luzy und Berry, ging es beiden prima,
doch manchmal wünschte sich Luzy
ein anderes Klima.
Denn mit Berry spielen - okay,
aber mit ihm kuscheln - oh je!
Da dachte sich Carmen, das muss
nicht so sein.
Ein zweiter Mops, das wäre doch fein!
Es dauerte nicht lange, da war ein
Mopsrüde abzugeben
und da brauchte Carmen nicht lange
zu überlegen.
Warum will ihn denn bloß keiner
mehr?
Holen wir ihn doch hierher!
Gesagt, getan
- so kam er dann!
Othello sah verängstigt aus,
es ging ihm gar nicht gut.
Doch als Carmen ihn mit nach Hause
nahm,
bekam er neuen Mut.
Erst hatte er ja Angst vor Männern,
doch schnell wurde er zum
Menschenkenner.
Heut hat er eigentlich fast alle
Menschen lieb,
er macht da kaum noch einen
Unterschied.
Ihm ist es ganz egal,
ob Frau oder Mann,
es muss nur jemand sein,
den er freudig begrüßen kann.
Dann rennt er los,
ist kaum zu halten,
sucht Spielzeug oder
Strumpf und Schuh
und wenn er was gefunden hat,
gibt er noch lang nicht Ruh.
Er trägt es stolz durch die ganze
Wohnung
und hofft er bekommt dafür ne
Belohnung.
Wir loben ihn dann oft ganz doll
- er findet es einfach wundervoll.
Hierbei wird er manchmal so verrückt
und kriegt sich nicht mehr ein,
bis Carmen dann mal sagen muß:
" Othello, lass das sein!"
Er war von Anfang an ein folgsamer
Hund
und für den Hundeplatz gab es keinen
Grund.
Doch Othello wollte nicht zu Hause
sitzen
und ließ Luzy nicht alleine schwitzen.
Deshalb gaben beide ihr Bestes auf
dem Platz
- sie schafften die Prüfung ohne
Rabatz!
Dieser schwarze Mops ist wirklich
große Klasse
und natürlich auch der schönste
seiner Rasse.
Das fanden Schillers auch,
deswegen bekam ihr Mops Grille
von ihm einen dicken Bauch.
Seit 2001 ist Othello stolzer Vater
zweier Kinder.
Sie sind genauso schwarz wie er-
nicht minder.
Doch will jemand ergründen, woher
man weiß,
das der Vater von Emil und Elektra -
Othello heißt,
kann es jeder sofort sehn und braucht
nicht weiter fragen,
auch sie wollen nur eins:
Den ganzen Tag ihr Spielzeug tragen!
4.Kapitel
Eine große Veränderung
Eines Tages, wir haben es kommen
sehen,
musste Berry mit siebzehn Jahren von
uns gehen.
Das war eine sehr traurige Zeit,
aber irgendwann war Carmen für
Schäferhundmix Lisa bereit.
Sie hatte schon als Pflegehund manch
Unsinn getrieben
und ist dann einfach für immer
geblieben.
Damals war Lisa neun Jahre alt und
ziemlich dick,
jetzt ist sie dreizehn, spielt am liebsten
mit Stöckchen und ist super fit.
Nur manchmal merkt man ihr doch
schon das Alter an,
wenn sie nämlich mehr spielt, als ihr
Körper verkraften kann.
Dann ist sie müde und die Beine sind
steif - aber ach
sobald sie merkt - es geht raus,
ist sie wieder wach!
Denn einen Spaziergang findet Lisa
immer schön,
nur sollte er nicht ohne spielen
vergehen.
Tut er es doch und es wird ihr zu
lahm,
springt sie Frauchen dauernd an.
Dann wird sie manchmal fast schon
gemein
und knippt die Carmen ganz frech ins
Bein!
Manchmal da hat Lisa ihre Zicken,
möchte dann am liebsten jeden
zwicken.
Denn wer ihr beim Schlafen zu nahe
kommt,
der kriegt die Zähne gezeigt - und
zwar prompt.
Doch die Möpse haben gelernt damit
umzugehen.
Sie suchen sich einen anderen Weg,
wenn sie Lisa schlafen sehen.
Ab und zu
- das findet Lisa prima,
verbringt sie ihre Zeit bei Tom und
Tina.
Man kann ihr dann im Gesicht
ansehen:
So eine " Mopsfreie Zeit" ist auch mal
ganz schön!
5. Kapitel
- eine schöne aber leider kurze Zeit-
Irgendwann machte es in der Familie
die Runde:
Carmen hat einen dritten Mops im
Bunde!
Nelly - fünf Monate alt, wurde von
Frauchen abgegeben,
denn die konnte wegen einer Allergie
nicht länger mit ihr leben.
Am liebsten mochte Nelly mit Lisa
raufen
oder mit ihr um die Wette laufen.
Sie fand es auch toll weite Felder zu
umrunden
und entgegen ihrer Mopsnatur mit
Lisa Mauselöcher zu erkunden.
Nelly hat immer gern was angestellt
und wenn Carmen wegging hat sie
laut gebellt.
Uns hat sie allen Spaß gebracht
und hat unser Herz für Möpse noch
größer gemacht.
Sie war ein lustiger beiger Mopshund
schien nach außen Kerngesund.
Aber leider musste sie viel zu früh von
uns gehen,
doch sie wird vom Hundehimmel auf
uns runter sehen.
Wir sind uns sicher, das gibt uns Mut
- ihr gehts bestimmt dort oben gut.
Denn dort wo sie jetzt ist, hat sie
keine Schmerzen
und wir denken noch oft mit wehem
Herzen:
an Nelly unsere
" kleine Süße"
wir hatten dich sehr lieb
und schicken dir viele Grüße!
6. Kapitel
- wirbelt alles durcheinander-
Eines Tages nach dieser traurigen
Zeit,
war Carmen dann endlich wieder
soweit.
Ein dritter Mops das wär doch was,
dann hätten wir alle wieder Spaß!
Und schon klingelte das Telefon:
" Ein Mops in Not?
Ich komme schon!"
Als Pietro kam, war uns allen schnell
klar:
er ist wirklich süß, doch etwas
sonderbar.
Denn wenn andere sich beim
Rausgehen freuen,
er kann nicht anders - er muss
schreien.
Er schreit auch, sieht er einen Hund
oder aus einem anderen Grund,
Egal wie Pietro sich benimmt, wir alle
sehen es ein,
er kann wohl wirklich nichts dazu, er
saß halt schon im Heim.
Keiner weiß, was er hat erlebt
und weshalb er sich manchmal so
furchtbar aufregt.
Und lange böse ist man ihm nicht,
sieht man in sein Mopsgesicht.
Am Anfang machte er den " Breiten",
wollte immer mit Othello streiten.
War er vielleicht nicht ganz gesund?
So benimmt sich einfach kein
Mopshund!
Wir dachten manchmal schon im
Scherz:
Schlägt in ihm wirklich ein
Mopsherz?
Carmen sagte" Was soll noch alles
hier passieren,
müssen wir ihn erst kastrieren?
Gesagt - getan,
nun seht euch Pietro heut mal an!
Die zwei kriegen sich auch jetzt noch
in die Wolle,
doch das ist gar nicht mehr so dolle.
Es ist ein fürchterliches Gebell
aber sie beruhigen sich sehr schnell.
Lässt man Pietro beim Spazieren von
der Leine,
hat er von allen Möpschen die
schnellsten Beine.
Am liebsten rennt er mit Lisa um die
Wette,
hängt dann an ihr wie eine Klette.
Und hat Lisa ein Stöckchen im Maul
und er nicht,
ist er darauf ganz erpicht.
Er weicht ihr nicht von der Seite dann
und bettelt sie andauernd an.
Kriegt er dann selbst ein Stöckchen in
den Mund,
ist er der allerglücklichste Hund.
Nur wieder hergeben, das fällt ihm
schwer,
dann knurrt und schreit und bellt er
sehr.
Doch auch das wird schon besser als
gedacht,
viel üben hat auch viel gebracht!
Er lässt jetzt Frauchen an das
Spielzeug heran,
weil er weiß, das sie es nur so für ihn
werfen kann.
Hat Pietro vor fremden Hunden
Angst?
Niemals!
Werden sie frech springt er ihnen an
den Hals.
Doch hoffentlich geht das immer gut,
mit seinem viel zu großen Mut.
Denn macht der andere Hund Getöse,
dann wird der Pietro ziemlich böse.
Und so glauben viele Leute,
schon vom ersten Tag bis heute:
"Zieht man ihm das Mopsfell aus,
kommt bestimmt ein Wolf heraus!"
Wir lieben Pietro alle sehr,
auch Carmen gibt ihn nicht mehr her.
Selbst wenn er manches
durcheinander wirbelt
und einem ständig um die Beine
zwirbelt.
Es kann ruhig jeder wissen,
wir würden ihn vermissen.
Auch Othello siehts wohl ein,
es könnte ja viel schlimmer sein!
7 Kapitel
- unser Opa -
Eines Tages meldete sich eine Frau
aus dem Internet:
" Da gibt es einen Mops, der lag seit
einem Jahr nur im Bett!"
Sein Frauchen war krank, konnte
nicht aufstehen
und schon gar nicht mehr mit ihm
spazieren gehen.
Er hatte schon gar keine Muskeln
mehr
und laufen fiel ihm furchtbar schwer.
Als das Frauchen starb wurde es für
Theo noch schlimmer,
denn er kam in einen Zwinger.
Dort gab es einen Schäferhund,
der biss ihn einfach ohne Grund.
Kurz gesagt: Theo war ein trauriger
Gesell
und brauchte einen guten Platz und
zwar schnell!
Als " Opa Theo " endlich kam,
nahm in Carmen auf den Arm.
Das ist bis heut sein Lieblingsplatz
geblieben,
meistens ist er dort zufrieden.
Nur manchmal möchte er es nicht,
dann knurrt er laut und macht ein
böses Gesicht.
Denn wenn Theo etwas will,
dann kann er ganz laut murren
und will er etwas nicht,
dann hört man ihn laut knurren.
Auch wenn man dann beruhigend mit
ihm spricht
ist es manchmal so, als hört er einen
nicht.
Denn das Gehör ist manchmal etwas
schlecht
und die Augen sehen auch nicht mehr
so recht.
Nur die Nase funktioniert noch
wundervoll,
deshalb findet er lange schnuppern
einfach toll.
Theo schnüffelt meist länger als die
anderen Hunde
und läuft dann tapfer mit - ne ganze
Runde.
Täglich will Theo mit Carmen zur
Arbeit,
dafür ist ihm nie ein Weg zu weit.
Und ist er dann abends wieder zu
Hause,
dann möchte er fressen und eine
Pause.
Denn für ihn war der Tag erst richtig
nett,
liegt er in Frauchens warmen Bett.
Er bellt sehr gerne mit im Chor,
so ist er halt - unser Senior.
Theo verteidigt sein Essen und
Carmens Schoß,
fühlt sich häufig furchtbar groß.
Und läuft ein Tag mal nicht nach
Plan,
er das einfach nicht verstehen kann.
Denn er lebt nach der Uhr
genau,
es muss alles zur selben Zeit sein -
wau!
Und die Reihenfolge ist auch ganz
wichtig:
erst spazieren, dann fressen, dann
Arbeit - richtig.
Läuft es nicht so - er nimmts nicht
einfach in kauf,
er fängt an zu bellen
und hört so schnell nicht mehr auf.
Schon manches Mal haben wir um
Theo gebangt
und zwar, wenn ab und zu sein kleines
Herzchen schwankt.
Dann sind wir alle ganz erschrocken,
fangen an zu weinen,
doch schwups - ist er wieder
auf den Beinen.
Wir wünschen Theo noch viele solche
Chancen
und werden gern weiterhin nach
seiner Nase tanzen.
Man muss ihn einfach lieben,
kein Weg führt dran vorbei.
Hat sich ins Herz geschlichen,
das ging so eins fix drei!
Zum Schluss
So sieht es also im Moment bei
Carmen zu Haus,
mit ihrer ganzen Mopsbande aus.
Ich besuche sie gern
und zur Begrüßung gibts immer ein
großes Tara,
denn Luzy, Mops und Co
sind immer alle da.
Hoffentlich bleibt es noch lange so
heiter
- ich hab nichts dagegen, wächst das
Mopsrudel weiter!
Irgendwann wird es mal so weit sein,
dann hab auch ich einen Mops ganz für
mich allein!
Doch das ist eine andere Geschichte....Susanne
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