Hallo, ich bin ein schwarzer Mops, heiße Luzy und bin am 5. Dezember 1992 geboren

 

 

 

                                                                                                      

Von Früher weiß ich zum Glück nicht mehr viel, ich wurde mit meinen Geschwistern in einem Kofferraum nach Deutschland gebracht und an einen Pferdehof, Name und Ort möchte ich nicht benennen, verkauft. Meine Geschwister kamen zu einem Circus, habe nie mehr etwas von ihnen gehört. Auf dem Hof war es nicht so dolle, die Mastino Hündinnen mochten mich nicht besonders, obwohl man sagt, das wir Molosser zusammenhalten müssen, na ja Pustekuchen, sie haben mich immer verjagt. Also, neues Frauchen, neues Glück, sie hatte einen Dobermann, der war nett, er hieß Ben. Aber, es kam wie es kommen musste, das Herrchen konnte mich nicht leiden, ich ihn im übrigen auch nicht. Diesmal hatte ich mehr Glück, ich kam zu meinem, bis jetzt mir treu gebliebenem, neuen Frauchen Carmen und ihrem damals 14 Jahre alten Schäferhundmischling Berry. Dem alten Knopf habe ich als quirlige Mopsdame noch mal so richtig auf die Sprünge geholfen, ich wurde seine beste Freundin obwohl ich nie mit ihm kuscheln durfte, was wir Möpse doch unser Leben lang gerne tun. Er ließ immer durchblicken das dies unter seiner Würde sei, nun ja. In dem knappen Jahr in dem ich mit Berry alleine war, zeigte ich meinem Frauchen erst einmal was wir Möpse so alles drauf haben, über Torte vom Tisch klauen, Pralinen auspacken, essen und dann das Papier hinterm Sofakissen verstecken usw. Gehorchen war nach ca. 2 Monaten bei meinem Frauchen ein Fremdwort, wusste sie doch als erfahrene Hundehalterin das man einen Hund, auch wenn er nach „Stunden“ zurückkehrt, immer wieder loben muss. Genervt über soviel Dickköpfigkeit und das bei einer Hündin, sagte sie immer wieder, ging es ab auf den Hundeplatz. Nun war ich die Genervte, aber um des lieben Friedens Willen tat ich was sie von mir wollten, zumindest auf dem Platz, draußen war das dann wieder etwas anderes. Ich habe dann mit Bravour, Frauchen war stolz auf mich, denn ich bin ja kein Schäferhund, meine Begleithundprüfung bestanden. Im Vertrauen, ich mache heute draußen immer noch was ich will, Autos und Jogger jagen, klappt auch noch manchmal, aber wenn es auf den Hundeplatz geht, holla, dann kann ich parieren. Nun kam der Tag an dem Othello bei uns Einzug hielt, ein schwarzer Mopsrüde wie er im Buche steht, auch wie ich damals etwas über ein Jahr alt und schon eine Vergangenheit. Aber das kann er dann selbst erzählen. Er war nicht in allerbester Verfassung, selbst Berry ließ ihn in Ruhe, obwohl er keine Rüden mochte. Nun hatte ich endlich einen Mops mit dem ich kuscheln konnte. Ein gutes Jahr später hat uns Berry für immer verlassen, er war fast 17 Jahre als er eines Abends von Frauchen, meiner Patentante Susanne und deren Schwager im Garten beerdigt worden ist. Da war erst einmal Trauer angesagt. Kurz danach kam Lisa zu uns ins Haus, erst zu Besuch und dann ein halbes Jahr später blieb sie ganz bei uns. Lisa ist ein schwarzer Schäferhundmischling . Ihre Geschichte kann sie selbst erzählen. Etwas später wurde unser Rudel größer, Nelly, die eigentlich mal Babsy hieß, damals ca. 5 Monate alt zog ein.

                      Nelly

Aus war es mit der Ruhe, ich dachte immer ich sei wild gewesen, aber Nelly übertraf alles. Frauchen hatte ganz schön zu tun mit diesem Wirbelwind, Nelly heckte immer was aus und am liebsten spielte sie mit großen Hunden. Sie konnten ihr nicht wüst genug sein, sei es Bonnie, Lisa oder die Lea von nebenan. Wir hatten immer alle Angst das sie sich mal die Knochen brechen würde wenn sie mit den großen durcheinander kugelte, aber es ist nie etwas passiert. Nelly war immer ein kleiner Hänfterling und sah  aus wie ein Welpe.

Sie ist nur 1,5 Jahre alt geworden, dann ist sie gestorben, sie war sehr krank und wir waren alle traurig, sie fehlte uns.

Drei Monate später zog Pietro alias Piccolo bei uns ein. Ein beiger, 3 Jahre alter Mopsrüde. Meine Güte, der übertraf und übertrifft noch immer alles was man von einem wilden Mops erwartet. Ein kleiner Irrer, warum auch immer, aber unser Frauchen liebt ihn trotzdem, was wir manchmal gar nicht verstehen können. Vielleicht weil er in vielem an Nelly erinnert und Frauchen ab und zu ein bisschen wehmütig werden lässt. Er tobt und spielt wie Nelly am liebsten mit großen Hunden, uns nimmt er gar nicht für voll.

Mit Othello kriegt er sich immer wieder mal in die Wolle, aber seit er kastriert ist, lässt er das schon mal.

 

Ein paar Monate später bekamen wir schon wieder Zuwachs, Ostern war es diesen Jahres, ja genau, da fuhren wir alle mit Claudia unserer Freundin ins Wendland und haben dort den Theo alias Mopsie zu uns geholt. Ein alter Mops dessen Frauchen gestorben war und der ein neues Zu Hause suchte. Nun das neue Zu Hause hat er hier gefunden, wir haben ihn alle lieb, selbst Othello und Pietro zanken nicht mit ihm, sie akzeptieren sein hohes Alter.  

Somit ist hier immer Jubel, Trubel und wenn dann noch der ein oder andere Besuchshund hier ist, na denn Prost...

Weihnachten werden wir wie immer bei den Eltern von Frauchen feiern. Vater Schneider muss dann immer den Tannenbaum anbinden, weil alle so toben, Arco kommt nämlich auch und die Cucciola ist dies Jahr auch wieder da. Alle müssen aufpassen das niemand sein Bein am Weihnachtsbaum hebt. Dieses Jahr werden wir alle ein Auge auf Theo haben müssen, er liebt Bäume und noch mehr liebt er es sie zu markieren.

   Orthus letztes Jahr beim Geschenke auspacken

Im Jahre 2003 zog der damals 14 Jahre alte Otto bei uns ein, meine Güte war das ein Griesgram.

Er hat mir nie so richtig erzählt was mit ihm los war aber er muss schon so einiges mitgemacht haben.

Wir haben insgesamt aber viel Spaß miteinander, vor allem wenn Otto sauer ist weil ihn einer angerempelt hat - Ihr müsst wissen Otto ist blind und taub- dann schießt er wie ein Krokodil nach vorne und schnappt sozusagen blind zu. :-)

Mich hat er auch einmal erwischt, ich hab ganz schön gequiekt und wollte weglaufen aber Otto hing an meinem Poppes und liess nicht mehr los.

Carmen hat mich dann befreit und seit dem passe ich immer auf wenn Otto in der Nähe ist.

 

Bei uns ist immer was los, vor allem wenn dann ein Pflegehund Einzug hält. Othello und Pietro kriegen dann richtig zu tun. Müssen sie dann doch ihre Stellung verteidigen, na das geht mich nichts an, wenn ich belle steht alles stramm, das reicht mir, lass sie doch sonst machen was sie wollen.

Ende 2005 zog Johanna bei uns ein. Ein süsses beiges Möpschen das gleich Pietro als ihren Lakaien erzog.

Johanna war ein Pflegemöpschen das erst vermittelt wurde, zurückkam und dann endgültig blieb, sehr zum Entzücken von Pietro. Mir war es egal, ich hatte ja meinen Othello und Johanna liess mich in Ruhe, wenn sie nervt zeige ich ihr meine paar Zähne die noch da sind und gut.

Gesundheitlich geht es mir soweit ganz gut, allerdings macht mir meine Spondylose insofern zu schaffen das es mit dem Laufen schlechter geworden ist und ich immer wieder Pipi verliere.

Anfangs war ich sehr unglücklich darüber bis ich merkte das Carmen gar nicht schimpfte und ohne Worte alle Hinterlassenschaften beseitigte. Nun konnte ich der Zukunft gelassener entgegensehen.

Ich muss mehr und mehr getragen werden und mit dem Spazieren gehen wird es immer weniger. Ich bekam einen eigenen Bollerwagen damit ich fast überall mithin kann.

Im März 2006 zog der Albert ein, eine Bulldogge, man was für ein Koloss.

Ich hab ihn gern, im Garten setzt er sich oft zu mir und wärmt mir den Rücken. Er ist ein Quatschmacher, was solls. Jede Pfütze ist seine, nur von oben regnen darf es nicht das findet er doof.

Jetzt haben wir 2007 und seit Februar ist der Norbert dabei, Norbert ein ganz lieber beiger Mops der endlich ein gutes Heim verdient hat. Ich glaube er fühlt sich hier bei uns sehr wohl obwohl Johanna jetzt gleich 2 Lakaien hat mit denen sie alles machen kann. Komisch wenn sie versucht den Othello zu ärgern flippt der gleich aus und gibt ihr Paroli, also lässt sie es bei ihm lieber und nervt die beiden anderen. Sie weiss schon mit wem sie es machen kann.

Sie hat es aber immer noch nicht geschafft mir mein Essen abzuluchsen, da passe ich aber höllisch auf und werde bitterböse wenn diese kleine Ziege nur in meine Nähe kommt.

Ich bin zwar klein aber meine Stimme ist gewaltig, da traut sich noch nicht einmal der Albert ran.

Abends sitze ich am liebsten im Wohnzimmer auf dem Sofa und Frauchen macht den Fernseher an. Oft schaut sie gar nicht aber mir ist der Fernseher sehr wichtig. Leider kommt seit einiger Zeit der Kommissar Rex nicht mehr, den hab ich gerne gesehen. Ich gebe immer meine Kommentare ab, lautstark, versteht sich.

Frauchen sagt immer " Prinzesschen mach nicht so ein Theater"

Prinzesschen macht aber :-))

Die letzten Tage bin ich sehr müde und esse sehr wenig, Carmen macht sich viel Sorgen um mich und war trotz homöopathischer Betreuung zusätzlich beim Tierarzt mit mir obwohl ich doch solch eine Angst dort hab. Alles Altersbedingt sagt die Tierärztin, nichts zu finden. Gab noch eine tolle Paste- Astronautenkost- sagte sie und fertig.

Frauchen ist sehr traurig weil ich so schlecht esse, hätt ich mich doch früher umgebracht für all das was sie mir jetzt anbietet. Mir schmeckts halt nicht mehr so.

Am Wochenende war tolles, sonniges Wetter und ich habe an zwei Tagen die Sonne genossen. Wir waren im Garten, Carmen hat die Schweinchen ins Freigehege gesetzt und ich hab zugeschaut während die anderen getobt haben.

Ich habe heute gar nichts gegessen und bin nur müde, will schlafen.

Carmen hat mir den Fernseher angemacht, aber ich wollte nur schlafen. Sie hat mich ganz viel gestreichelt, mir viel erzählt, Othello hat bei mir gesessen und so gegen 22.00 bin ich endgültig eingeschlafen.

Ich bin jetzt auf dem Weg zu Theo und den anderen... 

 

 

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