
Oktober 2001
Hi, ich bin jetzt dran mit erzählen, ich bin ein toller schwarzer Mopsrüde und heiße Othello.
Bevor ich zu meinem jetzigen Rudel kam, bin am 18.8.1994 geboren, habe ich einiges erlebt, aber das verschweige ich lieber. Mein Frauchen hat lange gebraucht um meine Psyche wieder aufzubauen, nun kann mir keiner was, bin eben ein richtiger Mops der auf sein Rudel aufpasst. Seit ca. 5 Monaten bin ich sogar Papa von zwei entzückenden schwarzen Kinderlein, Emil und Elektra, da bin ich stolz drauf und alle anderen die zu mir gehören natürlich auch.

Ich sehe sie zwar nicht so oft, der Emil ist in Hamburg gelandet, aber die Elektra ist bei der Mama Grille in Melsungen geblieben, ein tolles Mädchen, ganz der Papa.
Sie
muss genau wie ich immer etwas herumtragen, egal ob Spielzeug
oder
Strumpf oder Schuh.
So, nun noch mal zurück, als ich nach Espenau kam, gab es da außer meinem Frauchen noch Luzy eine süße schwarze Mopshündin und Berry, den alten Schäferhundmix, man war der drauf, der hat mir erst mal gezeigt, dass man sich besser auf den Rücken wirft wenn er in der Nähe ist.

Tja, auf den Rücken warf ich mich auch immer wenn ein Wort zu laut oder mir ein Mann zu Nahe kam, da hatte ich nämlich tierisch Angst vor.

Kurz drauf, als ich merkte, dass mir hier niemand etwas tat, war es ein leichtes, sich auch immer dann auf den Rücken zu werfen, wenn ich parieren sollte. Schwupps, schmiss ich mich hin, wenn es hieß ich solle bei Fuß oder auf meinen Platz gehen. So konnte ich dann doch tun was ich wollte, leider nicht sehr lang. Mein Frauchen ist auch lernfähig, genau wie ich, sie hat mich ganz schnell durchschaut und ab sofort kannte sie keine Gnade mehr.
Meine Begleithundausbildung habe ich mit Bravour bestanden, ein gelehriger Mops eben.
Trotzdem, auch heute wenn sie mich schimpft oder wenn sie morgens aufsteht, ich bringe ihr immer schnell eins von meinen Spielsachen, darüber freut sie sich, aber manchmal nerve ich sie damit auch ganz doll.
Als der alte Berry mit fast 17 Jahren starb, hatte ich das Monopol, es wurde fast langweilig, Berry und ich haben uns nämlich manchmal ganz gut in die Wolle gekriegt, dass fehlte mir ganz schön.
Nun, seit Berry tot ist nimmt Frauchen immer mal Hunde zur Pflege, da kann ich dann immer mal den Chef mimen. Allerdings wirkt das bei Lisa, die als ehemaliger Pflegehund bei uns geblieben ist, kaum, das ist eine richtige Zicke. Sie zeigt einfach wenn sie irgendwo ruht ihre weißen Zähne und niemand darf vorbei. Wir lassen sie dann auch lieber in Ruhe, besser ist das. So`ne Schäferhundlady in black im Genick ist nicht so witzig.
Apropos witzig, dass wurde es als die 5 Monate alte Nelly zu uns kam. Nelly eine beige Mopshündin, ein Quirl in Person. Ich hab's ja nicht zugegeben, aber ich mochte sie gern, sie ist nur ungefähr ein Jahr bei uns geblieben, dann ist sie gestorben. Ich war sehr traurig und die zwei Tage die sie krank war habe ich immer bei ihr gelegen wenn Frauchen sie nicht gerade dauernd rumgeschleppt hat. Ich glaube wir waren alle traurig, sie war sehr lustig und hat immer irgendwas angestellt.
Seit diesem Frühjahr ist der Pietro dabei, herjee, was hab ich für einen Ärger mit dem Kerl, versucht er doch ständig meine Position zu untergraben, na ja er ist halt noch jung.
Wir werden uns schon irgendwann zusammenraufen, ist auch schon besser geworden sagt Frauchen.
Mir gefällt natürlich gar nicht das Luzy immer mal mit ihm kuschelt, Frechheit, sie ist schließlich auch nicht mehr die Jüngste.
Seit Ostern ist noch ein Kerl dabei, der Theobald, aber der ist in Ordnung, ich glaub der ist froh das bei uns immer Trubel ist. Er soll bei seinem verstorbenen Frauchen Jahre nicht aus dem Haus gekommen sein, nun er benimmt sich auch als hätte er einiges nachzuholen. Ihm kann ich nichts übel nehmen, nun er ist wohl auch außer Konkurrenz mit seinen 10 Jahren. Nicht daß dies alt wäre, nicht für einen gestandenen Mopsrüden, aber er wirkt einfach viel älter.
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Links bin ich in jungen Jahren mit meiner Luzy und rechts ist mein Sohn der Emil, ist er mir nicht wie aus dem Gesicht geschnitten??
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August 2001
Nun ja, diesen Sommer, nämlich am 18. Aug. habe ich meinen 7. Geburtstag gefeiert. Bei schönstem Wetter, waren wir im Garten. Ich habe viel Mops- und Menschenbesuch gehabt. Es gab auch viele Leckereien, wie man hier sieht. Am besten war natürlich die Torte mit den Würstchen. Am dämlichsten war die Idee, daß wir Möpse alle in den uralten Kinderwagen sollten. Die Zweibeiner haben sich köstlich amüsiert und wir haben gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Theo allerdings tat so als hätte er sein ganzes Leben in solch einem Wagen verbracht, na wer weiß...
Ich habe tolle Spielsachen bekommen, Pietro auch, der hatte nämlich einen Monat vorher seinen 3. Geburtstag.
Theo war kurz vorher 10 geworden, der bekam nix zum spielen, der bekam Atemfrischhundebonbons. Na ja, alle haben gelacht, aber geholfen hat es nicht, deswegen durften wir alle davon essen.
die
Würstchentorte
der
Mopswagen
ein
Teil der Mopsparade

September 2002
Du meine Güte, es ist schon wieder ein Jahr vergangen, ich habe am 18. August meinen 8. - man lasse sich das auf der Zunge zergehen- meinen 8. Geburtstag gefeiert. Wir hatten, wie sollte es anders sein, natürlich das beste Wetter. Ich hatte viel Besuch und es war ein schöner Tag. Es wurde viel in der Mopsbadewanne geplanscht und ich habe allen gezeigt wie man taucht, na ja, es ist nicht so tief, aber ich hole jedes Spielzeug wieder raus wenn es untergegangen ist. Nur eine Würstchentorte gab es leider nicht, wurde glatt vergessen, na so was.
Abends gab es dann auch noch Arbeit, es wurde festgestellt, daß Harriet und Werner, unsere beiden Riesenkaninchen, ihren Gang quasi aus dem Freigehege in den Garten gelegt hatten, ganz schön unterhöhlt das Ganze. Nun, es wurde ein Stück von dem Gang von oben aufgegraben um das Ausmaß ein wenig besser zu erkennen- immerhin, Pietro konnte bequem drin stehen und wäre am liebsten durchgerobbt. Ende aus, der Gang wurde zugeschüttet, mit Platten beschwert und jetzt ist erst mal Ruhe.
So hatte sich der Besuch der Gäste doch gelohnt, konnten die ihr Essen gleich mit Steine schleppen und Gänge zuschaufeln wieder abtrainieren.
Im Moment gibt es nicht viel Neues, außer das wir Möpse und auch Lisa zur Zeit unter chronischen Blähungen leiden.
Nämlich- der Zwetschgenbaum im Garten und die im Feld tragen reichlich Früchte und die fallen ständig runter, köööstlich sag ich.
Nachteil- wir haben wieder mal mit Wespen und Bienen Bekanntschaft gemacht, mal ein dickes Kinn oder Lippe, dann wieder ein dickes Lid und so ähnlich. Was solls, man muß Prioritäten setzen, wenn man so verfressen ist wie wir, nimmt man das halt in Kauf.
18. August 2003
Ja, es ist schon wieder ein Jahr vergangen und ich habe Geburtstag, meinen 9. feiere ich heute.
Na ja, feiern ist zuviel gesagt, wir haben nämlich alle noch ein bisschen Husten und da ist mit feiern nicht viel drin, aber Würstchen gab's trotzdem.
Es ist nicht viel passiert in diesem Jahr, außer das wir ein herrliches Wochenende in Bad Harzburg verbracht haben und viele Möpschen kennen lernen durften.
Ach ja, das Wochenende in Kürten nicht zu vergessen, das war auch schön, da haben wir wieder Familie Weßling besucht.
Sooo viele Möpse und einige kannte ich noch vom letzten Jahr.
Den Sonntag sind wir dann von Kürten aus nach Lüdenscheid zum Mopsrennen gefahren, das war auch aufregend, der Pietro der Angeber ist doch glatt 2er geworden.
Das nächste freie Wochenende von Carmen sollte uns Hunden zum Verhängnis werden.
Hat sie doch glatt nichts besseres zu tun als mit Theo, Susanne und Patty nach Berlin zu fahren und einen Otto nach Hause zu holen. Ich hatte mich schon gewundert, dachte Frauchen lässt uns zu Hause weil sie mal ohne uns arbeiten wollte,
ne, da kommt doch kurz nach ihrer Abreise die Claudia zu uns und soll uns Gesellschaft leisten.
Ist ja toll, aber ich hab erst mal gleich klar gestellt wer hier der Boss ist wenn Carmen weg ist und hab schön in die Küche gepinkelt.
Claudia war entsetzt, aber Carmen hatte sie gewarnt das so etwas passieren kann. Nun, sie hat doll geschimpft, was solls, wegwischen musste sie es doch :-)
Als Carmen abends nach Hause kam, hab ich es gleich begriffen, da bringt sie doch so einen alten Griesgram namens Otto mit. Blind und Taub und Carmen sagt wir sollen nett zu ihm sein, haa!
