mal im Garten... mal im Bett...

Pattys Tagebuch über ihren Urlaub in Espenau

 

 

Freitag, der 2. Mai, mein erster  Urlaubstag.

Morgens hat mich Susanne zur üblichen Zeit zum Treffpunkt Bushaltestelle gebracht.

Carmen und Co warteten schon.

Niemand hat mir gesagt, das hier und jetzt mein Urlaub beginnt, zumindest hab ich es nicht gehört, was soll das auch, ich brauch keinen Urlaub, bin 3 Tage die Woche bei Carmen und ihren Hunden das reicht, aber auf mich hört ja niemand.

Susanne hatte eine Tasche mit meinem Herzchenkissen  und meinem Napf dabei, später wusste ich warum. Dabei gibt es Näpfe und Kissen bei Carmen genug.

Carmen steigt sogar aus dem Auto und umarmt Susanne, hat sie morgens noch nie gemacht, wer umarmt mich? Ich muß wie immer zu Theo nach vorne springen, mich fragt ja niemand, warum auch.

Jetzt reden Carmen und Susanne über Urlaub, verstehe ich das richtig??

So, ab in den Laden wie immer Montags, Dienstags und Mittwochs, aber heute ist Freitag??

Ich glaube langsam dämmerts...

Mittags fahren wir nach Espenau und gehen dort spazieren, anschließend geht's wieder in den Laden, allerdings fahren nur Theo und ich mit, die anderen warten zu Hause auf den Feierabend und ich warte im Laden wie immer auf Susanne.

Hmm, sie verspätet sich wohl, weil - wir fahren wieder nach Espenau, von Susanne nichts zu sehen, wie lange dauert eigentlich Urlaub??

An der Haustüre bin ich ganz aufgeregt, es riecht nach Susanne, aber das ist wohl nur die Tasche die im Hausflur steht, also weiter - ich habe Hunger- in die Küche zur Futtertonne.

Samstag, der 3. Mai, mein 2ter Tag

Ich wache auf und liege mit allen Möpschen und Carmen im Bett, wo sind Susanne und Detlef?

Ooch, ich muß mit allen früh raus und in die Kälte von + 12 Grad, brrr, das Gras ist nass, warum muß ich im Gras laufen, ich will auf der Straße bleiben, aber die anderen laufen ungestört weiter als ob es mich nicht gäbe, ich warte und warte - huch sie sind kaum noch zu sehen, also hinterher, mich fragt ja wieder keiner  bääh.

Na egal, gleich gibt es Frühstück tröstet Carmen.

Verdammt, warum muß sie so lange mit Lisa, Pietro und Othello spielen? Luzy versteht mich, sie will auch nach Hause, schaut auch etwas genervt.

Frühstück, lecker, Quark und Bozita, ach bin ich satt, erst mal wieder heimlich ins Bett und ausruhen.

Viel Zeit bleibt nicht, los ab zur Arbeit, au fein, dann kommt bestimmt Susanne und holt mich.

Mittags, keine Susanne in Sicht,

nun, wir gehen erst mal an der Prinzenquelle spazieren, ich renne mit Pietro um die Wette, aber nur kurz. Habe viele nette Hunde kennen gelernt, würde  es gern Susanne erzählen, wo bleibt sie nur?

Zu Hause angekommen gibt es eine Kleinigkeit zu essen und dann ab in den Garten wo ich es mir mit Luzy auf dem Tisch gemütlich mache. Carmen sagt nix, ich soll mich wohlfühlen, zur Not auch auf dem Gartentisch.

Ich würde auch gern mal zu dem Hasen und den Meerschweinchen ins Gehege, da liegen so leckere Küttel, aber da geht der Wohlfühlaspekt zu weit- sagt Carmen, ich darf nicht, leider. Ich werd ja wieder nicht gefragt..

Abends zanke ich mich mit Pietro um den 2besten Platz im Bett, er gewinnt, was soll's. Ich liege also vorerst am Fußende. Den 1besten Platz hat Othello, aber da wage ich mich noch nicht dran. Er liegt auf dem Kopfkissen neben Carmen.

Am Sonntag dem 3. Tag bleibe ich mit den anderen in der Wohnung zurück, Carmen sagt sie bleibt nicht lange, nur der Theo darf mit. Ist mir recht, kann ich im Bett bleiben, obwohl- mich hat wieder niemand gefragt.

Susanne kommt bald, bestimmt... oder Detlef..

Nachmittags gibt es für jeden einen Hühnerflügel, ich kann ihn ganz aufessen, passe auf wie ein Schießhund damit ihn mir niemand wegnimmt. Abends bin ich nach einem langen Spaziergang hundemüde, von wegen mopsfidel.

Montag, der 4. Tag, uii, es gibt zum Frühstück Pansen, stinkt zum Himmel, aber superlecker.

Mittags geht es zu Oma und Opa, es ist warm und ich liege gern auf einem Gartenstuhl und dann schnell wieder in den Laden, es ist ja Montag und Susanne kommt bestimmt nachher.

Mist, es geht wieder nach Espenau, von Gratzens nichts zu sehen, aber es gibt Pansen zum Abendbrot, das entschädigt ein wenig.

Zum Zeitvertreib versuche ich jetzt Othellos Platz zu erobern, verloren, habe die Jacke vollgekriegt, da nimmt  der auf die holde Weiblichkeit keine Rücksicht, einzig Luzy darf neben ihm liegen. Ich hab geplärrt aber Carmen hat gesagt ich sei selber Schuld - hmm- ich dachte ich soll mich hier wohlfühlen?

Den 5ten, 6ten und 7ten Tag keine besonderen Vorkommnisse außer leider morgens früh raus, laufen, fressen,. in den Laden usw. Ich warte auf Susanne, wie lange dauert Urlaub nochmal??

Freitag, der 8. Tag,

abends kamen Inge und Hubert zu Besuch, Riesenfreude obwohl ich auf anderen Besuch gehofft hatte, als es klingelte.

Sie brachten ganz viele Lieblingskissen die herrlich nach Inge und Huberts zuhause  dufteten, leider auch nach Möhrchen, mittlerweile mein Erzfeind.

Als sie sich verabschiedeten hab ich mich brav hingesetzt damit jeder merkt das ich nicht mitgehe, ich warte doch auf Susanne und Detlef - wo bleiben sie bloß, ich werd langsam schwach.. keiner fragt mich..

Sa. der 9te Tag,

ein langer Tag im Laden, viel Arbeit, morgen ist Muttertag, sagt Carmen, mir egal, bin keine Mutter, ich will nach Hause. Na ja, so kann ich mich auf meinem Stuhl ausruhen, bloß nicht so viel laufen, schadet bestimmt dem Teint obwohl Carmen sagt meine Figur sei besser geworden seit ich bei Gratzens bin - wo sind die eigentlich??

Abends gemütlich auf dem Schoß von Carmen vorm Computer und anschließend erneutes Kämpfchen mit Othello um den besten Platz, hab leider verloren, was soll's, Fußende ist angesagt.

Sonntag den 10ten Tag, wir Vierbeiner bleiben wieder zu Hause und warten das Carmen nach Hause kommt.

Claudia kommt zu Besuch und wir gehen alle schön spazieren, hinterher werden Waffeln gebacken und Carmen lässt sich erweichen- wir kriegen jeder zum Schluß ein kleines Herzchen zu essen. Susanne hätte mir bestimmt mehr gegeben- wo ist sie eigentlich?

Nun, wir gehen bis zum Abend in den Garten und dann nochmal spazieren, reicht nicht einmal am Tag? Man sollte den Tierschutz informieren.

Montag, der 11te Tag, tagsüber die gleiche Leier wie jeden Tag und abends haben wir Mopstreffen im Stilbruch. Welche Freude, Inge und Hubert sind auch da, vielleicht nehmen sie mich mit? Ich warte doch schon so lange auf Susanne und Detlef, die haben mich bestimmt vergessen. Ha, Mohrchen ist auch da, Inge gibt uns heimlich zu essen, Carmen sagt nix, Anweisung von Susanne flüstert sie zu Claudia. Den letzten Bissen kriegt Mohrchen und jetzt leg ich los, sie können mich grad noch dran hindern Mohrchen zu zerfleischen. Mohrchen muß ins Auto, Inge ist sauer und verhätschelt mich, arme Patty sagt sie, dabei hab ich angefangen haha. Carmen sagt wenn sie neben mir gesessen hätte, hätte was auf die Ohren gegeben- hat sie aber nicht haha.

Zu Hause angekommen bin ich gut in Fahrt, streite mich mit Pietro um den 2.ten Platz, gewonnen, er rückt ein Stück, jetzt liegen wir beide neben Carmen. Herrlich

Dienstag, der 12.Tag, morgens laufen, brr ist wieder kalt geworden, Eisheilige nennt man das sagt Carmen und deckt mich im Laden mit einer Wolldecke zu, weil ich friere. Sie hat mich zwar nicht gefragt, aber das nehme ich hin.

Abends fahren wir zum Tierarzt, Theo geht es schlecht, kann nicht oder will nicht laufen und kann sich schlecht setzen, der Arme.

Theo wird untersucht, hat keine Rückenprobleme wie angenommen, sondern die Knie tun ihm weh, deshalb auch so schlecht mit dem sitzen - versuch du mal zu kacken ohne die Knie zu beugen. Hat eine Spritze bekommen und ist schon viel besser mit ihm, Carmen freut sich, sie hatte schon Angst es ist was schlimmeres. Heute abend leg ich mich zu Theo und wärme  ihn, er meckert zwar, aber es freut ihn doch. Ich hab ihn einfach nicht gefragt.

Am Mittwoch den 13. Tag keine besonderen Vorkommnisse, außer mein warten auf Susanne und Detlef. Nach den Spaziergängen immer schnell rein, sie könnten ja da sein... 

Do. der 14. Tag, mittags hat " Madame Sauberfuß" das bin ich, erst,  mal gezeigt, das ich auch anders kann. Hab mich mittags erst mal genüsslich in Schafscheiße gewälzt, hat prima gestunken und Carmen war sauer, schon kaum Zeit mittags und dann so was... Ich wurde abgeduscht, das wiederum hat mir gestunken, deshalb hab ich es abends gleich nochmal versucht aber Carmen hat aufgepasst wie ein Schießhund. Sie sagt ich würde jetzt wohl anfangen zu spinnen, alle ihre Hunde fressen den Mist und ich schlage aus der Art und wälze mich drin. Tja, bin eben nicht ihr Hund, wo ist verdammt nochmal Susanne, wie lange dauert Urlaub??

Die Nacht war sehr unruhig, immer wenn ich einen guten Platz hatte, stand Carmen auf und ich musste mich neu sortieren. Ging ihr nicht so gut, am anderen Morgen sah sie auch ganz blass aus. 

Am 14. Tag sind wir dann spät vormittags heimgefahren und Carmen hat bis spät abends im Bett gelegen, das war toll, da konnte ich erst mal richtig ausschlafen, wir haben Carmen auch nicht gestört. Abends sind wir gemeinsam mit den Nachbarshunden gelaufen, Carmen wollt nicht allein mit uns gehen weil ihr  schwindelig war. Der Murphy ist ja nervig, will immer mit mir rennen, ich renne nur mit Pietro oder Luzy.

Samstag den 15. Tag ist Carmen auch nochmal zu Hause geblieben, da konnten wir auch länger liegen, das war schön. Zum Frühstück gab's Kräuterfutter mit Möhrenmatsche aus dem Babygläschen und Sardinen dazu, das war superlecker, hab auch meinen Kopf im Schüsselchen gelassen bis es leer war, da konnten die anderen noch so hungrig schauen.

Carmen sagt, ich muß nur noch einen Tag warten, dann ist der Urlaub rum, na hoffentlich.

Ich hab gar keinen Urlaub gebraucht, aber mich fragt ja keiner...

bis bald, Eure Patty.

 

 

 

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